• erstellt am 14. März 2011 um 5:30 Uhr von Christoph Nitz

    Linker Medienkongress in Berlin
    mit mehr als 1200 Teilnehmern abgeschlossen

    Das Interesse übertraf die Erwartungen: Mehr als 1200 Teilnehmende zeigten mit ihrer Teilnahme am größten linksalternativen Medienkongress im Land, dass es sie immer noch gibt, die Menschen, die für die solidarische Seite der Gesellschaft stehen und dafür auch in ihrer Medienarbeit aktiv werden wollen. Die achte Auflage des Kongresses bewies, dass das Konzept „Weitbildung mit Eventcharakter“ Jahr für Jahr mehr Attraktivität entwickelt. Vier Tage stand die Berliner Hochschule für Wirtschaft und Technik (HTW) im Zeichen sich wandelnder Medienwelten. Unter dem Titel „GRENZENlos“ suchten die Teilnehmer nach neuen Chancen, die sich vor allem durch das Web 2.0 für Medienschaffende ergeben.

    Die LiMA gliedert sich in zwei Teile: LiMAarena und LiMAwerkstatt. In der Werkstatt des Kongresses wurden rund 700 Stunden Workshops offeriert: Für Starter, Fortgeschrittene und Experten wurden Weiterbildungsangebote für alle Mediengattungen von Print über Radio und TV bis hin zu den sozialen Netzwerken, Twitter und Facebook parallel angeboten. Die Teilnehmer konnten sich im Vorfeld einen eigenen „Stundenplan“ für die vier Tage erstellen. Die LiMA verbindet Weiterbildung mit Debatten und Networking.

    Die LiMAarena war das Format der Köpfe und Themen auf der Linken Medienakademie, bei der man den besonderen politischen Charakter des Medienkongresses spürte. Im Rahmen von Podien, Vorträgen, Lesungen und Diskussionsrunden wurden besonders zum Web 2.0 diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt war die Auseinandersetzung steigende Domiananz von Lobbyisten auf die Medienagenda der Gesellschaft. Auf der Bühne waren unter anderem zu finden: Robert Misik, Markus Beckedahl, Caren Lay (MdB), Christopher Lauer, Halina Wawzyniak (MdB), Dr. Wolfgang Storz, Ulrich Maurer (MdB), Lorenz Moraldt, Jürgen Reents, Sabine Schiffer, Daniel Domscheit-berg, Bodo Ramelow (MdL), Gerhard Seyfried, Pedram Shahyar, Sergej Lochthofen uva.

    Rund 200 Veranstaltungen, Workshops, Diskussionen, Werkstätten, Kurse und Trainings regten dazu an, um die Ecke zu denken. Getreu dem Motto „GRENZENlos“ wird alles auf den Prüfstand gestellt: „Die Grenzen zwischen den Medien verschwimmen zunehmend! Neue Möglichkeiten entstehen! Damit müssen auch die Grenzen im Denken fallen“, so Christoph Nitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied Linke Medienakademie e.V.. Dieses Umdenken treibe Medienschaffende wie Medieninteressierte, Profis wie Laien gemeinsam bei der LiMA 2011 voran.

    In das Programm integriert sind auch dieses Jahr die drei Subkonferenzen „LiMAcampus“ für Studierende, „LiMAunioncamp“ für Gewerkschafter und „LiMAdigital“ für Web 2.0-Interessiere.

    Gerhard Seyfried bei der LiMA

    Gerhard Seyfried bei der LiMA

    Die Linke Medienakademie organisiert Weiterbildung für Medienmacherinnen und Medienmacher. Seit 2004 findet einmal im Jahr eine zentrale Akademie in Berlin statt. Seit Herbst 2008 bietet die Linke Medienakademie in Kooperation mit anderen Bildungsträgern auch Weiterbildungen in verschiedenen Bundesländern an. Das thematische Angebot reicht von Textwerkstätten über Fotokurse bis hin zu PR- und Rhetoriktrainings. Zu den Zielgruppen zählen ehrenamtliche und hauptberufliche Medienschaffende. Die Linke Medienakademie ist ein Projekt der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

    Pressekontakt:

    Linke Medienakademie e.V.
    Susanne Schlüter
    Weitlingstraße 35, 10317 Berlin
    030/42023116
    030/42023117
    www.lima-akademie.de

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