7. LiMA - version 2.0
7. Akademie für Journalismus, Bürgermedien, Öffentlichkeitsarbeit & Medienkompetenz
ZEICHEN SETZEN
| Referenten | |
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Marcel Bois |
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Stefan Bornost |
| Programm | |
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| Tag | 7. LiMA Tag 1 - 2010-03-12 |
| Raum | C 253 HS |
| Beginn | 16:30 |
| Dauer | 02:00 |
| Info | |
| ID | 265 |
| Track | LiMAarena |
| Sprache der Veranstaltung | deutsch |
AIZ - Arbeiter Illustrierte Zeitung
Linkes Magazin damals und heute
Die „Arbeiter Illustrierten Zeitung“ war eine der interessantesten Publikationen der Linken in der Weimarer Republik. Aus einem schmucklosen Blatt mit schlechten Fotos wurde ab 1924 „die“ sozialistische Illustrierte.
Inhaltlich stand die AIZ kompromisslos auf der Seite der Unterdrückten, formal war sie bahnbrechend innovativ. Sie lieferte große Fotoreportagen und Montagen von John Heartfield. Neben aktuellen Berichten und Reportagen wurden in der AIZ auch regelmäßig Erzählungen und Gedichte von prominenten Literaten wie Anna Seghers, Erich Kästner oder Maxim Gorki veröffentlicht.
Der Verleger Willy Münzenberg suchte mit der AIZ eine Strategie, um die kommunistische Bewegung mit den bedeutendsten Köpfen der ersten deutschen Republik zu verbinden. Eine weitere Besonderheit des Blattes und zugleich ein Grundstein seines Erfolges: Die Leser wurden als Reporter und Weiterverkäufer einbezogen.
Die Geschichte der AIZ ist die Geschichte der Erfolge und Niederlagen, Irrungen und Wirrungen der sozialistischen Linken in der Weimarer Republik. Wir wollen diese Geschichte erzählen – und fragen, was wir für heute daraus lernen können.