7. LiMA - version 2.0
7. Akademie für Journalismus, Bürgermedien, Öffentlichkeitsarbeit & Medienkompetenz
ZEICHEN SETZEN
| Referenten | |
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Frauke Distelrath |
| Programm | |
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| Tag | 7. LiMA Tag 1 - 2010-03-12 |
| Raum | G LiMAschaufenster |
| Beginn | 10:30 |
| Dauer | 01:00 |
| Info | |
| ID | 279 |
| Veranstaltungstyp | Lightning-Talk |
| Track | LiMAschaufenster |
Präsentation: Das Zeit-Plagiat von Attac
mit attac Pressesprecherin Frauke Distelrath
Mit der Fälschung der Wochenzeitung DIE ZEIT ist Attac im März 2009 ein Coup gelungen. Die Resonanz der Medien war enorm. Dabei ist das Plagiat ein gutes Beispiel, dass sich hierarchiefreie Bewegungsstrukturen und erfolgreiche "Öffentlichkeitsarbeit" nicht ausschließen müssen.
Mit der Fälschung der Wochenzeitung DIE ZEIT ist Attac im März 2009 ein Coup gelungen. Das täuschend echt gestaltete Plagiat verkündete Nachrichten aus einer nahen Zukunft, in der wesentliche Forderungen der globalisierungskritischen Bewegung bereits umgesetzt sind. Bereits am Tag ihres Erscheinens brachten Attac-Aktivistinnen und -Aktivisten im ganzen Land 150.000 Exemplare der Attac-ZEIT unter die Menschen. Insgesamt lag die Auflage bei 350.000. Die Resonanz der Medien war enorm, Tagesschau und Heute berichteten ebenso wie hunderte Regionalzeitungen. Die ZEIT reagierte souverän: Chefredakteur Giovanni di Lorenzo lobte öffentlich die hohe Qualität der Fälschung und lud die beiden verantwortlichen RedakteurInnen zur Blattkritik des Originals nach Hamburg ein. Was viele Journalisten dabei kaum glauben mochten: Das professionell gemachte Plagiat ist ganz überwiegend das Produkt ehrenamtlicher Inititiative und Arbeit, nicht einer teuren Agentur – und damit ein gutes Beispiel, dass sich hierachiefreie Bewegungsstrukturen und erfolgreiche "Öffentlichkeitsarbeit" nicht ausschließen müssen. Wie das gehen kann, berichtet Attac-Pressesprecherin Frauke Distelrath und stellt sich den Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.